Auf dem Kopf
Angesichts von KI, neuen Plattformen und Virtual Reality scheint 2025 zunehmend das Jahr zu sein, in dem die digitale Welt auf den Kopf gestellt wird. Und der Herbst scheint da keine Ausnahme zu sein.
Lasst uns einen Blick auf das Geschehen werfen:
iOS 26 rückt immer näher, Googles neues KI-Modell sorgt für Schlagzeilen – und TikTok ermöglicht bald das Tracking ohne Pixel.
Bleibt mit der September-Ausgabe von Xtracts – dem Überblick über digitale Nachrichten – auf dem Laufenden.

iOS 26 kommt
Wenn Apple ein neues Update für sein Betriebssystem veröffentlicht, sorgt das in der Marketingwelt immer für Schlagzeilen. Das neueste Update bildet da keine Ausnahme.
Diesmal müssen vor allem SMS-Werbetreibende auf der Hut sein. Das neue Update enthält neue Filterfunktionen, mit denen Nutzer Nachrichten von nicht gespeicherten Nummern in einem separaten Posteingang empfangen können. Das bedeutet, dass Ihre Marketingmaßnahmen nun Gefahr laufen, an einem Ort zu landen, den der Nutzer nicht so oft überprüft – und vielleicht sogar Nachrichten automatisiert löschen lässt.
Darüber hinaus gibt es Updates für das KI-System Apple Intelligence, das unter anderem Zusammenfassungen von E-Mails liefern kann, sodass man die E-Mail selbst nicht öffnen muss – ein offensichtliches Hindernis für alle, die beispielsweise Newsletter versenden.
Quelle: Ometria

Meta und Midjourney kooperieren
Für alle, die die wenig erfolgreichen KI-Projekte von Meta verfolgt haben, gibt es gute Nachrichten. Meta geht eine Zusammenarbeit mit Midjourney ein, um die Fähigkeiten der eigenen KI-Tools zu stärken und zu erweitern.
Die neue Partnerschaft zielt darauf ab, die Möglichkeiten der Text- und Bildgenerierung zu verbessern – eine gute Nachricht für Werbetreibende, die bereits die KI-Tools von Meta nutzen. Und ein großer Schritt für Meta in seinem Bestreben, im großen „KI-Wettlauf” mitzuhalten.
Die Details der Zusammenarbeit sind noch nicht bekannt, aber es steht bereits fest, dass Midjourney unabhängig bleiben wird. Mit anderen Worten: Es handelt sich nicht um eine Investition seitens Meta, auch wenn zuvor Gespräche über eine Übernahme geführt wurden.
Quelle: TechCrunch

OpenAI arbeitet an einem Chrome-Konkurrenten
Mit der Einführung von beispielsweise KI-Übersichten ist es nicht mehr ungewöhnlich, dass KI Teil der Browser-Welt wird. Aber jetzt mischt OpenAI die Karten neu und macht einen Browser sozusagen zu einem Teil der KI-Welt.
Etwas vereinfacht gesagt, soll OpenAI bald einen KI-gesteuerten Browser fertigstellen, der in direkter Konkurrenz zu Google Chrome stehen wird. Laut Quellen wird ein Teil der Benutzeroberfläche des Browsers in einem ChatGPT-ähnlichen System funktionieren und ein deutlich anderes Browsing-Erlebnis bieten – und genau das soll zusammen mit der bereits großen Nutzerbasis von OpenAI mit Chrome konkurrieren.
Vor allem im Bereich der Werbung könnte OpenAI Google Paroli bieten. ChatGPT hat etwa 500 Millionen wöchentliche Nutzer – wenn diese schließlich auch den neuen Browser verwenden, wird OpenAI Zugang zu großen Mengen an Nutzerdaten haben. Daten, die die Grundlage für effektive, zielgerichtete Werbung bilden könnten.
Quelle: Reuters

Google stellt neues KI-Modell vor
Wenn ihr es erfrischend findet, dass endlich andere KI-Modelle als ChatGPT Schlagzeilen machen, dann war der August der richtige Monat für euch. Denn obwohl die Veröffentlichung von ChatGPT-5 an sich schon eine kleine Sensation war, sorgte Google letztendlich für die positivsten Schlagzeilen.
Das neue Gemini 2.5 Flash Image gibt dem Nutzer eine präzisere Kontrolle über die Bildbearbeitung – ohne dabei beispielsweise an Detailgenauigkeit und realistischen Gesichtern einzubüßen. Mit anderen Worten: ihr könnt das Bild eines Hauses hochladen, das Modell bitten, die Farbe der Wand zu ändern, und erhaltet ein Ergebnis, bei dem alles andere noch so aussieht, wie es soll.
Das sind wirklich gute Nachrichten für alle, die KI in ihrer täglichen Bildbearbeitung einsetzen.
Quelle: TechCrunch

Neue Tracking-Optionen von TikTok
Da Datenschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt, verliert das Tracking an Bedeutung. Vorschriften und Einschränkungen haben es schwieriger gemacht, beispielsweise Browser-Pixel zu verwenden, um Daten darüber zu sammeln, was der Nutzer nach dem Klicken auf eine Anzeige tut – und TikTok hat nun eine Lösung vorgeschlagen.
Mit der neuen Funktion Engaged Session von TikTok können Werbetreibende das Engagement der Nutzer nach dem Klick verfolgen, ohne dass ein Pixel-Tracking erforderlich ist. Das Tool ermöglicht es unter anderem zu sehen, wie viele Nutzer mindestens 10 Sekunden auf der Landing Page bleiben und was es kostet, diese Nutzer mit euren Anzeigen zu erreichen.
Engaged Sessions öffnen somit die Tür für ein effektives Retargeting von Nutzern, die bereits Interesse und Engagement gezeigt haben. Die Funktion wird derzeit getestet, und es gibt noch keine klaren Informationen darüber, wann Engaged Sessions offiziell für die Werbetreibenden von TikTok eingeführt werden.
Quelle: Content Grip